Wir sind die einzigen Gäste im Hotel und deshalb gibt es kein Frühstückbuffet sondern es wartet am Tisch auf uns.
Die Hotelmanagerin erzählt uns, dass die Saiosn erst nächste Woche beginnt und es deshalb so ruhig ist auf der Insel. Das Christineborg Gjesthus stammt aus dem Jahr 1979 und war bis 2014 auch ein School Camp. Hunderte von norwegischen Schüler waren in diesen über 30 Jahren hier und viele kommen nun als Erwachsene mit ihren Kindern in den Urlaub. Seit 2019 wird renoviert und Stück für Stück wird es zum Feriendomiziel für Feriengäste aus aller Welt.
Sie erzählt uns ausserdem vom Goldschatz! Denn bekannt wurde Runde auch als Schatzinsel, nachdem 1972 drei Taucher vor der Küste der Insel das Wrack des niederländischen Ostindienseglers Akerendam entdeckten, der im Jahr 1725 im Sturm an den Klippen der Insel zerschellt und gesunken ist. Alle 200 Personen an Bord kamen dabei ums Leben. Das Handelsschiff hatte beim Untergang beträchtliche Mengen an Gold- und Silbermünzen an Bord, von denen bei Tauchgängen in den Jahren 1972 und 1973 rund 57.000 Münzen geborgen wurden. Insgesamt sollen sich rund 230.000 Dukaten in 19 Geldkisten auf dem Schiff befunden haben, von denen unmittelbar nach dem Untergang nur fünf Kisten geborgen und zurück in die Niederlande gebracht wurden. Seit April 2011 wird ein Teil des Schatzes im Runde Miljøsenter ausgestellt. Diese Geschichte führte auch zu einer Änderung des norwegsichen Gesetzes, denn jedes geborgene Schiff gehört automatisch dem Staat, auch das darin gefundene Inventar. Da hier aber der Schatz nicht mehr im Schiff war, musste der Staat zähneknirschend 2/3 den Findern überlassen. Inzwischen wurde das Gesetz soweit angepasst, dass ALLES was auf dem Schiff beim Untergang war in jedem Fall AUCH dem Staat gehört (Wikipedia)
Es ist tolles Wetter und wir spazieren durch den Ort und beobachten von einer Sitzbank aus die Seevögel.
Auf dem Weg zurück ins Hotel machen wir halt im Runde Miljøsenter. Inzwischen hat das Wetter komplett gewechselt und der Vogelfelsen ist in den Wolken verschwunden.
Am späten Nachmittg fahren wir nach Fosnavåg und essen im Restaurant Fosnavåg Brygge. Der Ort scheint im Sommer eine Ferienspot zu sein, heute ist es grau, windig und frsich, da merkt man erst recht noch nichts davon. Am Hafen steht die Statue Fiskarona, die die Frau eines Seefahrers symbolisiert: Die Kinder auf dem Arm und am Rockzipfel und mit der Hand über den Augen aufs Meer blickend. Das lässt einen darüber nachdenken, wie hart und tragisch das Leben für Generationen von Seefahrern gewesen sein muss, die hier lebten.

























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